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04. Dez 2017

Interview mit Armin Schubert – „Agile (Lern-) Spiele“ bei der MegaPart GmbH in Durlach am 13.12.2017

Zur Einstimmung auf den Talk der Scrum User Group KA in unserem Hause freuen wir uns, euch Armin Schubert im Interview vorzustellen. Er berichtet von seinen Erfahrungen und verrät, worauf ihr euch als Teilgeber freuen dürft!

Viola: Hallo Armin! Du bist am 13. Dezember bei MegaPart und hältst einen Talk für die Scrum User Group. Wie würdest du deine Rolle am 13.12. nennen? Moderator? Referent? Sessionhalter?

Armin: Wenn die Agenda so bleibt wie sie gerade ist, bin ich Kristallisationspunkt. D.h. ich werde alle begrüßen und dann schon direkt auf die Spiele hinweisen. Idealerweise haben andere Teilnehmer auch Spiele mitgebracht und dann haben wir Spaß, tauschen uns aus und inspirieren uns gegenseitig. Da bin ich nur Teilgeber wie jeder andere auch. Wenn alle Teilnehmer das wollen, können wir natürlich gerne in eine Fragerunde eintauchen und ich berichte aus meinem Erfahrungsschatz. Aber wir wollen auch unbedingt spielen!

Viola: Möchtest du dich vorstellen? Wer bist du? Was bewegt dich? Was tust du beruflich?

Armin: Ich bin Armin Schubert, einer der Geschäftsführer der Emendare GmbH & Co. KG. Wir entfesseln im Arbeitsumfeld des Kunden positive Kräfte und nutzen dabei neben unseren Talenten auch Spiele, agile Methoden und die Energie der Kommunikation. Aktuell bin ich als agiler Coach bei verschiedenen Kunden im Einsatz.

Viola: Danke, dass du ausgerechnet dieses spannende Thema in unser Haus bringst. Wieso beschäftigst du dich mit agilen Spielen? Wie verbreitet ist das Thema bereits in der Praxis?

Armin: Ich bin fest davon überzeugt, dass nur Menschen, die Spaß an der Arbeit haben, ihr volles Potential ausschöpfen. Somit habe ich in verschiedenen Situationen unterschiedliche Spiele im Einsatz, um die Stimmung und damit die Produktivität zu erhöhen.

Viola: Was sind deine Wünsche und Ziele für die User Group am 13. Dezember?

Armin: Ich bin zufrieden mit dem Abend, wenn mehr als 10 Teilnehmer kommen und noch viele Spiele und Spielideen mitgebracht werden, die ich noch nicht kenne. Natürlich freue ich mich auch darauf, neue Kollegen kennenzulernen und vielleicht die eine oder andere Frage beantworten zu können.

Viola: In der Ankündigung heißt es: „An diesem Spieleabend wollen wir gemeinsam alle möglichen Spiele vorstellen und ausprobieren, die wir als Scrum Master und Agile Coaches nutzen können, um unseren Teams Neues zu vermitteln.“ Kannst du uns einen Sneak Preview geben, was die Teilnehmer erwarten könnte?

Armin: Spaß, Spiel, Spannung (ohne Schokolade). Spiele, die über eigene Regelsysteme verfügen, helfen mir als Coach, die bestehenden Regeln eines Teams kurzzeitig außer Kraft zu setzen. Nach dem Spiel kann das Team dann die eigenen Learnings sammeln und diese dann in die bestehenden Regeln integrieren.

Viola: Welche Wirkung haben Spiele z.B. auf die Performance eines Teams? Sind die Teams nicht oft „viel zu busy“ zum Spielen?

Armin: Eine Autobahn mit 100% Auslastung liefert keinen Mehrwert. Teams, die keine Zeit zum Reflektieren, Lernen und zielgerichteten Weiterentwickeln haben, müssen Prioritäten klären.

Viola: In welchen Phasen hast du schon Spiele eingebaut? Und was sind für dich Anzeichen, dass ein Spiel jetzt genau das Mittel der Wahl ist?

Armin: Oh. Gute Frage. Verdammt gute Frage. Bauchgefühl, Wunsch des Teams, …

Viola: Gibt es etwas, das du selbst an Agilen Lernspielen kritisch siehst? Wo besteht deiner Meinung nach Verbesserungsbedarf?

Armin: Es bedarf eines Moderators, der intensiv beobachtet und das dann auch mit dem Team teilt.

Viola: Wie ist deiner Einschätzung nach die Akzeptanz / Wertschätzung von Spielen bei den Teilnehmern im Arbeitsalltag?

Armin: Das ist sehr firmen- bzw. branchenabhängig. Ich treffe immer wieder auf Firmen mit „Bei uns wird gearbeitet, nicht gespielt!“-Mentalität. Aber das sind die, die am meisten und am schnellsten aus den Spielen Mehrwert generieren.

Viola: Wir sind Personaldienstleister. Im Moment helfen wir mehreren Karlsruher IT-Firmen dabei, passende und erfahrene Agile Coaches/ Scrum Master zu finden, die ihren Teams weiterhelfen. Wie schätzt du den Arbeitsmarkt für Agile Coaches und Scrum Master derzeit in Karlsruhe ein?

Armin: Sehr viele Firmen haben bemerkt, dass Wasserfallplanung jetzt so langsam von der Evolution ausradiert wird. D.h. viele Scrum Master und Coaches werden gesucht.

Damit steigt allerdings auch die Bandbreite in der Qualität der Scrum Master und Coaches. Es ist also weniger die Frage, Scrum Master zu finden, sondern gute Scrum Master zu finden, die auch zu den Teams passen. Leider nutzt sich ein Coach und Scrum Master auch ab, d.h. nach 1-2 Jahren spätestens sollte gewechselt werden, was die Sache noch spannender macht.

Viola: Was sind für dich die wesentlichen Unterschiede bei der Arbeit eines freiberuflichen Agile Coaches/ Scrum Masters im Vergleich zu einem Festangestellten? Wer ist für welche Anstellungsart in dieser Aufgabe der richtige Typ?

Armin: Diese Frage ist von so vielen Facetten abhängig. Reife des Teams, Produkt, Reife des Produktteams/Product Owners, Markt, Organisationsstruktur des Unternehmens, Zwischenmenschliches, u.v.m. Es gibt viele Einflussfaktoren, die ein guter Coach und Scrum Master erkennen und entsprechend integrieren muss. Ich persönlich empfehle immer einen internen Product Owner und einen externen Scrum Master, denn der Scrum Master sollte immer neue Impulse und Erfahrungen einbringen, während ein Product Owner für Kontinuität und Sicherheit stehen darf.

Viola: Was macht den idealen Wirkungsort eines Scrum Masters aus? Wie erkennt ein Bewerber, ob er der richtige Mann/die richtige Frau für ein Unternehmen ist?

Armin: Ausprobieren! Inspect and adapt. Frei davon machen, einen Job fürs Leben zu finden. Ich persönlich habe keine Aufgabe länger als zwei Jahre gemacht… (außer jetzt Geschäftsführer, aber da darf ich bei vielen Kunden arbeiten)

Viola: Zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln: Was war dein bisher positivstes / lustigstes / spannendstes Erlebnis im Zusammenhang mit Agilen (Lern-)Spielen?

Armin: Bei einer Großgruppe bei einem großen deutschen Automobilunternehmen hat sich jemand die Schulter ausgerenkt, weil er so Feuer und Flamme für sein Team war… Da haben wir viel gelernt. 😉

Viola: Danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast! Wir freuen uns auf den 13. Dezember. Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Spielen und Lernen!

Hier könnt ihr euch anmelden und mitspielen.

Mögen die Spiele beginnen!

 

Viola Frankenberg

Teamleiterin Permanent Placement/ Marketing
MegaPart GmbH

 

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