5 Tipps zur Erstellung eines Arbeitszeugnisses

Immer wieder werden Wert und Bestand des guten alten Arbeitszeugnisses auf Papier in unseren digitalen Zeiten unterschätzt. Aber auch heutzutage ist ein Arbeitszeugnis immer noch eine Pflicht des Arbeitgebers, kein optionales Angebot. Die Rechtslage ist deutlich: Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, den Angestellten mindestens ein einfaches Arbeitszeugnis auszustellen. 

Normalerweise erhält ein/e Arbeitnehmer/in auf explizite Nachfrage hin auch ein qualifiziertes Zeugnis. Eine Ausnahme ist, wenn die Beschäftigungsdauer im Unternehmen zu kurz war und die Zusammenarbeit zum Beispiel schon während der Probezeit endete.
 

 

Was ist der Unterschied zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis?

Einfaches Arbeitszeugnis

Dieses Zeugnis beinhaltet Informationen über die Art und Dauer der Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Aufgaben.

Qualifiziertes Arbeitszeugnis

In einem qualifizierten Arbeitszeugnis sind darüber hinaus auch eine Beurteilung zur Arbeitsleistung und dem Sozialverhalten aufgeführt.

Wir wissen, dass es gar nicht so leicht ist, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu erstellen und haben deshalb fünf Tipps zur Erstellung zusammengefasst.

 

1. Zeit nehmen

Nehmt euch als Führungsperson Zeit für die Erstellung der Referenz. Lasst die gemeinsame Zeit Revue passieren und notiert euch direkt alle Ereignisse, die euch dabei in den Sinn kommen. Welche Highlights gab es, wann wurde vielleicht eine Weiche gestellt?

Welche Station hat der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin durchlaufen und gab es in dieser Zeit vielleicht Phasen, in denen das Engagement besonders beeindruckend war? Auf dieser Basis könnt ihr eine faire Beurteilung erstellen, die dem Arbeitseinsatz gerecht wird.

2. In den Austausch gehen

Sucht das Gespräch mit dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin, für den/die das Zeugnis erstellt wird. Wie hat er/sie selbst die letzten Jahre wahrgenommen und welche Entwicklung hat er/sie selbst bemerkt?

Das gemeinsame Gespräch hilft, dass keine wichtigen Stationen vergessen werden.

3. Fair bleiben

Versucht persönliche Gefühle auszublenden - auch wenn die Kündigung ärgert oder die letzten Monate vielleicht kompliziert waren, hatte das mit etwas Abstand betrachtet keinen Einfluss auf die Arbeitsleistung. Persönliche Gefühle und eine enttäuschte Erwartungshaltung sollten bei der Bewertung deshalb keine Rolle spielen.

4. Wohlwollend beurteilen

Es ist gesetzlich geregelt, dass Zeugnisse das berufliche Fortkommen des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin nicht behindern dürfen. Zeugnisaussagen sollen daher wohlwollend und berufsfördernd verfasst werden. Auch Krankheiten dürfen nicht erwähnt werden.

 

5. Gemeincode vermeiden

Vermeidet Formulierungen, die im Zeugnis-Geheimcode eine komplett andere Bedeutung haben. So steht zum Beispiel "Er verfügt über Fachwissen und hat ein gesundes Selbstvertrauen." für "Überspielt mit Arroganz sein mangelndes Fachwissen." Im Zweifel die eigenen Formulierungen besser gegenchecken (lassen).

 

Im Zweifel ist es besser, sich Unterstützung bei Anbietern zu holen, die sich auf das Erstellen von Zeugnissen erstellt haben, bevor das Zeugnis später für Ärger sorgt. Im Übrigen ist es auch erlaubt, dass der Arbeitnehmer sein Zeugnis selbst schreibt - dies ist in vielen Unternehmen schon Realität. Aber auch dieser Entwurf sollte im Zweifel gegengeprüft werden.

Wir hoffen, unsere Tipps haben Euch weitergeholfen und wir wünschen Euch viel Erfolg beim Verfassen!

 

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