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23. Jan 2014

IT-Trends 2013/2014 – Platz 4: Integration von Standard- und Individualsoftware

Bevor wir uns den Zukunftstrends für 2014/2015 zuwenden, wollen wir noch einmal aus der Vergangenheit lernen. 2013 war die Integration von Standard- und Individual-Software ein großes Thema, wie aus einer Studie im Auftrag des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Capgemini, bei der 168 IT-Entscheider aus dem deutschsprachigen Raum befragt wurden hervorgeht.

Zusammenarbeit

An das moderne Unternehmen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen. Da liegt es oft nahe, für ein spezifisches Problem oder ein neu erschlossenes Geschäftsfeld eine individuelle Softwarelösung entwickeln zu lassen. Allerdings ist deren laufende Integration in die bestehende IT-Infrastruktur eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Oft wird erst auf den zweiten Blick sichtbar, dass unterschiedliche System doch zusammenarbeiten sollten um die Informationsqualität zu erhöhen. Deshalb sollte sorgsam abgewogen werden, bevor hier eine Entscheidung mit sehr großer Tragweite getroffen wird.

Serviceorientierte Struktur

Will man eine moderne Softwarearchitektur erreichen, bei der alle Systeme ineinandergreifen, sieht man sich sehr oft mit dem Problem von alten Systemen konfrontiert, die weiterhin in Einsatz bleiben sollen. Oft erfolgt deren Aktualisierung nur sehr langsam und die Software ist bei den Langzeitanwendern beliebt. Deshalb kann eine Ablösung durch eine moderne serviceorientierte Architektur nicht von heute auf morgen erfolgen und erfordert die Einbeziehung zahlreicher Parteien.

Herausforderung Social Media

Eine weitere Herausforderung sind Drittanbieteranwendungen, deren Daten ebenfalls genutzt werden sollen. Da die Social Media-Nutzung immer mehr steigt, leisten Daten aus den sozialen Netzwerken einen wichtigen Beitrag zu einer guten Informationsqualität – eine Integration in die Unternehmensumgebung wird zunehmend wichtiger. Da hier keinerlei Einfluss auf die Anlieferung der Daten möglich ist müssen sich die Anwendungen eines Unternehmens in Richtung der sozialen Netzwerke öffnen und Importschnittstellen schaffen.

Vor- und Nachteile von Individualsoftware

Mit einer Individualsoftware lässt sich meist eine Lösung schaffen, die fließend im Unternehmen eingeführt werden kann, da sie maßgeschneidert ist. Allerdings erfordert sie ein deutlich größeres Budget als eine Standardsoftware. Hinzu kommen Kosten für Weiterentwicklung und die Integration neuer Bausteine, will man nicht die Verwaltung der Software riskieren. Ein Vorteil ist jedoch die Unabhängigkeit von Standardsoftwareanbietern und dass die Lücken, die in einer Standardsoftware existieren können bei einer Individualsoftware meist schnell und unbürokratisch geschlossen werden können. Damit eine Individualsoftware langfristig eine gute Lösung für Unternehmen bleibt, sollte dringend auf einer guten Dokumentation bestanden werden, da man sonst im Falle eines Entwicklerwechsels mit zum Teil großen Schwierigkeiten und Kosten zu kämpfen hat.

Auch im Jahr 2014 wird die Entscheidung zwischen Individual- und Standardprodukt sicherlich wieder eine große Rolle spielen. Die Entscheidung in die eine oder die andere Richtung hängt nicht zuletzt vom einsetzenden Unternehmen, seiner Unternehmenskultur und seinen spezifischen Anforderungen ab.

 

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