Know-How

28. Okt

MegaPart ist Gastgeber der Java User Group am 25.11.2015 – Thema Funktionale Programmierung mit Java 8

Die Java User Group und andere interessierte Zuhörer kommen am 25.11. um 19:15 in den Räumen der MegaPart auf dem Areal der ehemaligen Badischen Maschinenfabrik in Durlach zu einem turnusmäßigen Java-Themenabend zusammen. Hier trifft der noch heute im Gebäude der früheren Gießerei zu spürende nostalgische Charakter von Industrie 1.0  auf wissenshungrige Softwareentwickler der Generation Y, die heute oftmals in weitgehend selbstorganisierten Teams ihre Projekte bearbeiten und Life-Long-Learning wie selbstverständlich praktizieren. So zu arbeiten, war wohl unvorstellbar, als an diesem Ort ab 1872 Gussteile für die Nähmaschinenindustrie in fortschrittlichster Fließbandarbeit hergestellt wurden.

NicoleRauch(1)Vortragende ist an diesem Novemberabend bei MegaPart die freiberufliche Softwareentwicklerin Nicole Rauch, die über den Einzug von funktionaler Programmierung in Java berichtet. Hierzu vergleicht sie die neuen Features von Java 8 mit denen der traditionsreichen funktionalen Programmiersprache Haskell und geht der Frage nach, ob es tatsächlich schon „funktionale Programmierung“ genannt werden darf, wenn man Lambdas, map() und filter() einsetzt. Dabei ist der Vortrag aber nicht nur für funktionale Programmierer interessant. Es wird auch darauf eingegangen, was der in der OO-Entwicklung beheimatete Java-Programmierer von funktionalen Sprachen lernen kann und was er auch direkt in seinen Alltag mitnehmen kann. Nebenher werden grundlegende Aspekte funktionaler Programmierung vorgestellt und es wird aufgezeigt, was die funktionale Programmierung so besonders macht.

Nicole Rauch (@NicoleRauch) beschäftigt sich intensiv mit den Themen Compilerbau und formalen Verifikationsmethoden. In den letzten Jahren konzentrierte sie sich auf die Sanierung von Legacy Code Applikationen. Unabhängig davon ist die funktionale Programmierung ihre heimliche Liebe. Neben ihrer Entwicklertätigkeit wirkte sie an der Ausrichtung mehrerer selbstorganisierter Konferenzen und an der Initiierung der Softwerkskammer, einer deutschlandweiten User Community zum Thema Software Craftsmanship, sowie ihrer Karlsruher Regionalgruppe mit. In ihrer Freizeit ist sie an der Entwicklung der Softwerkskammer-Webplattform, einem node.js Projekt, beteiligt.

Christian M. MattEin weiterer Programmpunkt ist die Verleihung des 2. Preises im Wettbewerb „IT Freiberufler des Jahres 2015“, ermittelt durch eine Jury der Zeitschrift „IT Job Magazin“. Als Sponsor des zweiten Preises in diesem Wettbewerb, hat MegaPart die Ehre, Christian M. Matt eine Anerkennung für seine Erfolge als Berater im Projekt- und Programmmanagement in Deutschland und in der Schweiz zuteil werden zu lassen. Nicht selten traf er als Spezialist für ERP-, Entwicklungs-, Evaluations- oder Architekturaufgaben auf Projekte, die sich in einer prekären Schieflage befanden. Diese konnte er durch umfassende Methoden- und Mediationskenntnisse erfolgreich zum Abschluss bringen. Mehr Informationen zu ihm und dem Wettbewerb finden Sie hier.

Wir freuen uns, wenn viele Interessierte am 25.11. unser Büro mit der Adresse Zur Gießerei 6 in Karlsruhe-Durlach besuchen. MegaPart ist nur ein paar Schritte vom Möbelhaus „Grüner Krebs“ entfernt, wo zu dieser Uhrzeit gute Parkmöglichkeiten bestehen. Die Haltestellen „Auer Straße“ und „Bahnhof Durlach“ liegen ganz in unserer Nähe. Bei Fragen z.B. zur Anfahrt stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Viola Frankenberg
Teamleiterin Permanent Placement


17. Jun

Für uns, von uns – Warum wir mit und für Menschen arbeiten

Die äußeren Merkmale eines Unternehmens vom Firmenlogo bis zum Produktfolio verraten für Außenstehende weder etwas über die Philosophie noch die Unternehmenskultur, die sich dahinter verbirgt. Aber gerade in der heutigen Zeit sind beide Attribute unschätzbare Ressourcen, die nach innen und für die Außendarstellung über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Stichworte wie faires Verhalten, Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit sind Maßstäbe für eine erfolgreiche Unternehmenskultur. Innerhalb eines Betriebes tragen sie zur Motivation der Mitarbeiter bei. Beim Umgang mit den Geschäftspartnern sichern diese Werte, die in keiner Bilanz auftauchen, den langfristigen Erfolg.
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15. Apr

IT-Trends 2013/2014 – Platz 2: Master Data Management

Stammdaten zählen in jedem Unternehmen zu den überlebensnotwendigen Daten, die für jeden IT-Verantwortlichen zu den obersten Prioritäten gehören sollten. Kein Wunder also, dass es das Master Data Management bei der Umfrage von Capgemini in Deutschland unter die TOP 5 der IT Trends 2013/2014 geschafft hat. Der zweite Rang gibt ziemlich exakt den Stellenwert des Master Data Managements wieder, auch wenn daraus noch nicht flächendeckend die adäquaten Maßnahmen in den Unternehmen getroffen werden.

 

Stammdatenpflege als Basis für wirtschaftlichen Erfolg
Es ist keine hohle Floskeln, wenn die Stammdaten eines Unternehmens auch als verborgene Schätze bezeichnet werden. Die Masta Data sind die Lebensader eines Unternehmens und wollen rundum gut gepflegt sein. Stammdaten beinhalten Daten zu Kunden und zu Produkten und ebenso die entsprechenden Informationen zu den Mitarbeitern. Für die Unternehmen bedeutet Pflege der Master Data, in das Master Data Management zu investieren. Wer auf diesem Sektor geizt, spart garantiert an der falschen Stelle. Aber Investitionen sind nur erfolgreich, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Die Capgemini-Studie legt offen, dass in den Geschäftsprozessen der Firmen Fehler und Inkonsistenzen zu erkennen sind. Vor allem die sogenannten weichen Faktoren können viel über die Qualität des Masta Data Managements aussagen. Neben einem angemessenen Budget für die anstehenden Aufgaben bedarf es einer zielorientierten Gouvernance. Die rückhaltlose Unterstützung der Unternehmensleitung gehört selbstverständlich zum Gesamtpaket, um die „verborgenen Schätze“ erfolgreich an Land zu ziehen. Mehr


13. Feb

IT-Trends 2013/2014 – Platz 3: Implementierung und Einhaltung von unternehmensweiten Sicherheiten

Die zwölfte IT-Trend-Studie, die im Auftrag des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Capgemini durchgeführt wurde, brachte Implementierung und Einhaltung von unternehmensweiten Sicherheiten auf Rang 3 der TOP 5 IT-Trends 2013. Laut Capgemini zählt IT-Sicherheit „zum ureigensten Verantwortungsbereich der CIOs“. Daher kann es nicht als Floskel abgetan werden, wenn die IT-Verantwortlichen in den Firmen angeben, dass für sie die unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinien oberste Priorität haben. Im Widerspruch zu dieser Aussage steht allerdings ein weiteres Ergebnis der Capgemini-Studie. Denn gerademal 56 Prozent aller IT-Verantwortlichen haben bislang Sicherheitsrichtlinien implementiert. Immerhin 36 Prozent der Befragten hatten diese Angelegenheit für 2013 auf die Agenda gesetzt.

Handlungsbedarf bei der IT-Sicherheit

Fast die Hälfte der Verantwortlichen in den deutschen Unternehmen ist mehr oder weniger unzufrieden mit den Regelungen zur IT-Sicherheit. Auch wenn der Wille zur Verbesserung vorhanden ist, fehlt vielfach das Wissen, wenn es um komplexe Sicherheitskonzepte geht. Mehr


23. Jan

IT-Trends 2013/2014 – Platz 4: Integration von Standard- und Individualsoftware

Bevor wir uns den Zukunftstrends für 2014/2015 zuwenden, wollen wir noch einmal aus der Vergangenheit lernen. 2013 war die Integration von Standard- und Individual-Software ein großes Thema, wie aus einer Studie im Auftrag des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Capgemini, bei der 168 IT-Entscheider aus dem deutschsprachigen Raum befragt wurden hervorgeht.

Zusammenarbeit

An das moderne Unternehmen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen. Da liegt es oft nahe, für ein spezifisches Problem oder ein neu erschlossenes Geschäftsfeld eine individuelle Softwarelösung entwickeln zu lassen. Allerdings ist deren laufende Integration in die bestehende IT-Infrastruktur eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Oft wird erst auf den zweiten Blick sichtbar, dass unterschiedliche System doch zusammenarbeiten sollten um die Informationsqualität zu erhöhen. Deshalb sollte sorgsam abgewogen werden, bevor hier eine Entscheidung mit sehr großer Tragweite getroffen wird. Mehr


17. Dez

IT-Trends 2013/2014 – Platz 5: Data Quality Management

Es überrascht nicht, dass es Data Quality Management 2013 wieder unter die TOP 5 der IT-Trends geschafft hat. Die Studie im Auftrag des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Capgemini, bei der 168 IT-Entscheider aus dem deutschsprachigen Raum befragt wurden, brachte erneut die Wichtigkeit der Datenqualität eines Unternehmens an den Tag.

Nichts bleibt, wie es war

In einer schnelllebigen Zeit bleibt nichts, wie es war. Das gilt nicht zuletzt auch für die Daten eines Unternehmens. Tägliche Veränderungen und Ergänzungen müssen registriert und eingepflegt werden. Die Informations- und Datenqualität (DQ) eines Unternehmens ist inzwischen zu einem Produktionsfaktor geworden. In der Gesamtbewertung einer Firma stellt die Datenqualität per se einen Wert da. Es handelt sich um einen flexiblen Wert, der innerbetrieblich beeinflusst werden kann. Wer dieses Gut hegt und pflegt, tut dies zum Vorteil seines Unternehmens, denn eine optimale Datenqualität bringt ökonomische Vorteile. Mehr


08. Apr

Der Arbeitnehmer in der Insolvenz des Arbeitgebers

Nachdem wir aufgrund der Insolvenz der Reutax auch mit betroffenen Mitarbeitern ins Gespräch kamen und feststellen konnten, dass viele sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen, hier nun ein weiterer Beitrag zum Thema Insolvenz, diesmal für betroffene Arbeitnehmer:

 

Die Insolvenz des Arbeitgebers hat vielfältige Auswirkungen auf das bestehende Arbeitsverhältnis. Einige der grundlegenden Fragen werden nachfolgend beantwortet um Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Verliere ich durch die Insolvenz meinen Arbeitsplatz?

Zunächst ist festzuhalten, dass der Arbeitsvertrag durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht automatisch beendet wird, sondern fortbesteht (§ 108 Abs. 1 InsO). Das Unternehmen des Arbeitgebers wird von dem Insolvenzverwalter fortgeführt, d.h. der Insolvenzverwalter wird zum neuen Arbeitgeber mit allen Rechten und (fast) allen Pflichten (§ 80 InsO). Der Insolvenzverwalter ist somit weisungsbefugt, bedient sich aber in der Praxis häufig der bestehenden Hierarchien, um dieses Recht auszuüben.

Was ist mit meinem Lohnanspruch?

Der Arbeitnehmer hat weiterhin Anspruch auf die Gehaltszahlung. Der Anspruch richtet sich (ab der Insolvenzeröffnung) gegen die Insolvenzmasse, nicht gegen den Insolvenzverwalter persönlich. Allerdings handelt es sich um „Masseverbindlichkeiten“, die der Insolvenzverwalter – ohne das es eines entsprechenden Antrags bedarf – vor allen anderen ungesicherten Verbindlichkeiten zu bedienen hat.

Schwierigkeiten entstehen, wenn die Masseunzulänglichkeit festgestellt wird.

Was ist mit rückständigem Lohn?

Rückständiger Lohn wird zunächst nicht anders behandelt, als jede andere Verbindlichkeit des insolventen Unternehmens auch. Der Anspruch muss zur Tabelle angemeldet werden und am Ende des Verfahrens entscheidet sich ob und zu welcher Quote er bezahlt wird.

Allerdings hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit für rückständigen Lohn Insolvenzgeld zu beantragen. Der Antrag auf Zahlung ist innerhalb von zwei Monaten bei der Arbeitsagentur zu stellen (§ 324 SGB III). Der Anspruch umfasst den Nettolohn, der (ganz oder teilweise) in den letzten drei Monaten vor Insolvenzeröffnung nicht gezahlt wurde. Umfasst sind auch Überstundenvergütung, Zuschläge für Nachtarbeit etc. und unter bestimmten Umständen auch Weihnachts-, Urlaubsgeld etc.

Kann der Insolvenzverwalter das Arbeitsverhältnis kündigen?

Der Insolvenzverwalter ist zum Ausspruch von Kündigungen berechtigt. Er wird dies immer dann machen, wenn der Betrieb eingestellt, verkleinert oder umstrukturiert wird. Der Insolvenzverwalter hat sich grundsätzlich an die arbeitsrechtlichen Kündigungsschutzbestimmungen zu halten.

Das bedeutet zunächst, dass die Kündigungsfristen (gesetzlich, vertraglich oder tarifvertraglich) einzuhalten sind. Die Kündigungsfrist wird aber gem. § 113 InsO auf maximal drei Monate begrenzt. Ergibt sich aus Gesetz oder Vertrag eine kürzere Frist, so gilt diese.

In Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern gilt grundsätzlich auch das Kündigungsschutzgesetz. Wird der Betrieb fortgeführt, so ist unter den Mitarbeitern eine Sozialauswahl durchzuführen, wenn nur einigen gekündigt werden soll. Es soll so sicher gestellt werden, dass die schutzbedürftigeren Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten.

Die strengen Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes können aber aufgeweicht werden, wenn die Voraussetzungen des § 125 InsO vorliegen, nämlich das ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat vereinbart wurde. Dann bestehen erhebliche Beweiserleichterungen für den Insolvenzverwalter.

Die Mitspracherechte des Betriebsrat und die besonderen Kündigungsschutz-bestimmungen für werdende Mütter, Schwerbehinderte, Betriebsratsmitglieder sind ebenfalls zu beachten.

Will sich der Arbeitnehmer gegen eine Kündigung wehren, so muss er innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung eine Kündigungsschutzklage bei dem zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

 

Rechtsanwalt Sven Proff LL.M.
www.rosello.de


26. Mrz

Forderungen in der Insolvenz für Unternehmer, Freiberufler und Experten

Derzeit beschäftigen leider einige Freiberufler mit der Frage, wie sie sich im Falle der Insolvenz eines Geschäftspartners verhalten sollen. Wir haben einen unserer Anwalte gebeten, einige Tipps zusammen zu stellen. Im Folgenden daher der Beitrag unseres befreundeten Anwalts Sven Proff

Die Antworten auf die nachfolgend dargestellten Fragen sollen Ihnen einen ersten Überblick über Ihre Rechte in der Insolvenz des Schuldners verschaffen.

1. Kann ich warten bis sich der Insolvenzverwalter meldet?

Sie sollten immer ein Auge auf die Liquidität ihrer Geschäftspartner haben. Sich darauf zu verlassen, dass sich der Insolvenzverwalter meldet, wenn sie eine Forderung gegen das Unternehmen haben, ist ein Trugschluss. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und die Aufforderung, etwaige Forderungen zur Tabelle anzumelden, erfolgt durch öffentliche Bekanntmachung auf dem Internetportal www.insolvenzbekanntmachungen.de. D.h., dass der Eröffnungsbeschluss allen Gläubigern als zugestellt gilt, egal ob er davon Kenntnis hat oder nicht.

Die Anmeldung von Forderungen ist zwar grundsätzlich bis zum Schlusstermin möglich, erfordert aber bei Versäumung des ersten Prüftermins meistens einen weiteren Termin, dessen Kosten dann Sie zu tragen haben. Wird auch der Schlusstermin versäumt, so ist die Forderung erloschen.

2. Werden alle Gläubiger gleich behandelt?

Es gilt im Insolvenzverfahren zwar der Grundsatz, dass alle Gläubiger gleich behandelt werden sollen. Allerdings gilt dieser Grundsatz nur innerhalb der Gläubigergruppen. Zwischen den Gruppen gibt es erhebliche Unterschiede. Die Gruppen sind:

  • Aussonderungsberechtigte haben Eigentum an einzelnen Gegenständen im Betriebsvermögen des insolventen Unternehmens. Diese Gegenstände dürfen Sie herausnehmen. Das ist z.B: der Fall bei Lieferung von Waren unter Eigentumsvorbehalt.
  • Absonderungsberechtigte haben Sicherungsrechte, die sie berechtigten, eine bevorzugte Befriedigung zu erlangen. Zu diesen Sicherungsrechten gehören u.a. Grundpfandrechte (Grundschuld etc.), sonstige Pfandrechte (z.B. Werkunternehmerpfandrecht) oder auch sicherungsübereignete Forderungen. Bei der Verwertung dieser Gegenstände / Forderungen wird zuerst der Absonderungsberechtigte befriedigt. Ein eventueller Überschuss fliest der Insolvenzmasse zu.
  • Massegläubiger sind alle Gläubiger, deren Ansprüche erst durch oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstehen, etwa der Insolvenzverwalter mit seinem Vergütungsanspruch oder durch Fortführung der Geschäfte nach Insolvenzeröffnung entstandene Forderungen. Soweit in der Insolvenzmasse genügend Mittel vorhanden sind, werden die Massegläubiger vollständig befriedigt.
  • Insolvenzgläubiger sind alle, die zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Anspruch gegen den Schuldner haben. Die Forderungen der Insolvenzgläubiger werden quotenmäßig aus der verbleibenden (nach Abzug aller zuvor aufgeführten Positionen) Insolvenzmasse bedient. Die Quote ergibt sich aus dem Verhältnis der noch vorhandenen Vermögenswerte zur Summe aller Verbindlichkeiten.

3. Wie melde ich eine Forderung zur Tabelle an und welche Auswirkung hat das?

Die Anmeldung hat schriftlich unter Angabe des der Forderung zugrundeliegenden Sachverhalts (z. B.: Warenlieferung, Reparaturauftrag vom…) zu erfolgen. Der Anmeldung sind Belege, welche den angemeldeten Anspruch nachweisen, beizufügen, beispielsweise Verträge, Lieferscheine, Rechnungen.

Wird die Forderung ohne Widerspruch von dem Insolvenzverwalter in die Tabelle eingetragen, so gilt sie als rechtskräftig festgestellt (wie durch ein Gerichtsurteil) und wird bei der Masseverteilung entsprechend berücksichtigt. Widerspricht ein anderer Gläubiger gegen eine von Ihnen angemeldete Forderung, so müssen Sie die Rechtmäßigkeit der Forderung beweisen, d.h. einen entsprechenden Feststellungsprozess führen.

4. Ich wusste nichts von der Insolvenz und habe an die insolvente Firma gezahlt. Der Insolvenzverwalter fordert mich zur erneuten Zahlung auf. Zu recht?

Mit der Verfahrenseröffnung verliert das insolvente Unternehmen die Verwaltungsbefugnis. Daraus folgt, dass sie mit befreiender Wirkung nur noch an den Insolvenzverwalter leisten können. Dieser richtet hierfür zumeist ein Anderkonto ein. Die Zahlung an den Insolvenzschuldner hat daher rechtlich keine befreiende Wirkung, so dass die Zahlung erneut gefordert werden kann. Fliest die Zahlung dennoch irgendwie der Insolvenzmasse zu, so tritt die Erfüllungswirkung im Zeitpunkt des Zuflusses ein. Dies ist aber eine sehr unsichere Option.

5. Gibt es andere Möglichkeiten meine Forderung zu realisieren

Es besteht in vielen Fällen die Möglichkeit gegen die vertretungsberechtigten Organe der insolventen Gesellschaft Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Diese begründen sich zumeist darin, dass die Vertretungsorgane ihre Pflicht zur unverzüglichen Insolvenzantragsstellung nicht nachkommen, so dass sich die Masse weiter verschlechtert. Dieser Insolvenzantrag muss spätestens 3 Wochen nach Eintritt der Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit gestellt werden. In Betracht kommt dann ein Schadensersatzanspruch aus § 823 BGB i.V.m. den Straftatbeständen der Insolvenzverschleppung, eventuell auch des Eingehungsbetruges.

 

Rechtsanwalt Sven Proff LL.M.
www.rosello.de


18. Jan

Buchhaltung im Griff? Tipps und Tricks zum Thema Buchhaltung

Wer als Freiberufler tätig ist, muss sich nicht nur um neue Aufträge und die Pflege von Kontakten kümmern. Auch die Buchhaltung darf keinesfalls vernachlässigt werden – allein schon deshalb, weil das Finanzamt natürlich pünktlich seine Steuern erhalten möchte. Darüber hinaus sorgen Freiberufler mit einer sorgfältigen Buchhaltung dafür, dass sie die Finanzen jederzeit im Griff haben und mögliche Liquiditätsprobleme frühzeitig erkennen.

Software ist eine große Hilfe
Eine sorgfältige Buchhaltung beinhaltet einen Überblick, in dem man auf einen Blick alle laufenden Einnahmen und Ausgaben finden kann. Dazu muss man nicht unbedingt teure Software kaufen, oft reichen schon Open Source-Programme, die man im Internet findet. Mit einer Excel-Tabelle kann man sich ebenfalls ohne großen Aufwand eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben in einem bestimmten Monat erstellen. Durch das Nutzen einzelner Tabellenblätter erhält man so in einer einzigen Datei eine Übersicht über die Finanzen im Laufe des gesamten Jahres.
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06. Dez

IT-Trends für 2013

Der Jahreswechsel ist stets eine gute Gelegenheit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und gleichzeitig ein wenig in die Zukunft zu sehen. Gerade im IT-Sektor ist der Gedanke an Neues immer wieder spannend. Wir beschäftigen uns daher mit der Frage, womit die User und die IT-Experten im nächsten Jahr zu rechnen haben werden.
Zu Beginn sei gesagt, dass es eher nicht um radikale Neuerungen gehen wird – Web 3.0 lässt wohl noch einige Jahre auf sich warten. Allerdings wird Bestehendes vertieft und Strömungen, die wir derzeit schon kennen, werden noch stärker präsent sein. Auch bezüglich der Datenqualität wird sich alles darum drehen, Vorhandenes noch besser, schneller und effektiver auszuwerten. Im Detail wollen wir uns nun folgende Punkte ansehen: Mehr