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15. Aug 2018

Interview mit Halina Maier, Autorin und Speakerin zum Thema „Agiler Vertrieb“

Am 18.6. füllte sich unser Haus mit einer Rekordzahl an Besuchern, als Halina Maier einen Talk zum Thema „Agiler Vertrieb“ hielt. Im Nachgang bat Viola Frankenberg Halina Maier um dieses Interview. So können diejenigen unter euch Halina kennen lernen, die ihren Talk verpasst haben oder ihr Buch „Agiler Vertrieb“ nicht noch nicht in den Händen gehalten haben.

Viola Frankenberg: Hallo Halina! Es sind nun ein paar Tage seit deinem Talk bei uns vergangen. 60 Leute fanden Platz und folgten gebannt deinen Ausführungen. Du ludst alle ein, sich in deinen Talk einzubringen – und im Anschluss war jeder gefragt, in Kleingruppen Fragen zu beantworten und sie vor der Gruppe zu präsentieren. Wir sorgten für den Wohlfühlrahmen samt leckerer Tacos und du für den fachlichen Inhalt und die Moderation. Wie ist dir der Abend in Erinnerung geblieben?

Halina Maier: Ich erinnere mich gerne daran und erzähle seit dem Vortrag sehr viel von Fragen der Anwesenden. So ziemlich jeder der 60 Teilnehmer hat sich an der Diskussion beteiligt. Dieses starke Interesse daran, wie agile Methoden in einer Vertriebsorganisation einen Mehrwert stiften können, hat mich sehr gefreut.

Viola Frankenberg: Als wir uns auf einem BarCamp in Mannheim vor vier Jahren kennen lernten, hattest du das Thema Agiler Vertrieb gerade neu für dich entdeckt. Wie ging es mit dir und dem Agilen Vertrieb seitdem weiter?

Halina Maier: Vor vier Jahren war es tatsächlich so, dass ich selbst zwar sehr viel Freude am Thema „Agilität im Vertrieb“ hatte, allerdings keine Ahnung hatte, ob und wie diese für Vertriebsorganisationen nützlich sein könnte. Alles, was ich wusste, waren Hypothesen. Ich habe es fast zwei Jahre lang zu meinem Hobby gemacht, diese Hypothesen zu erforschen und weiter daran zu arbeiten. Zum Beispiel, wie Transparenz und Teamwork zu mehr Umsatz beitragen könnten.

Heute weiß ich, dass durch diese zwei Faktoren eine Lernumgebung entsteht und dadurch wiederum der Vertrieb sich selbst agil weiterentwickelt und als Ergebnis mehr Umsatz erzeugt. Ich habe in dieser Zeit sehr viel bei verschiedenen Veranstaltungen über das Thema gesprochen und so kamen dann auch die ersten Projekte in unterschiedlichen Organisationen. Ich danke täglich meinen Kunden der ersten Stunde dafür (lacht). Mein Konzept „Agile Sales“ ist dadurch entstanden – und es ist auch die Grundlage für mein Buch „Agiles Verkaufen“.

Viola Frankenberg: Welche Potentiale und Effekte lassen sich dadurch im Vertrieb erreichen, wenn die Transformation erfolgreich war?

Halina Maier: Die wichtigsten Auswirkungen sind eine kontinuierliche Verbesserung aus eigener Kraft, die Wissensteilung in einem Vertriebsteam und die komplette Ausrichtung der Verkaufsstrategie an den Kunden und am Markt. Die agilen Verkaufsteams sind Marktkenner und Strategen und sie entwickeln sich permanent weiter.

Viola Frankenberg: Du erwähntest in deinem Vortrag, dass du deine Klienten davor bewahren möchtest, agilen Vertrieb einzuführen, einfach nur, weil sie glauben, dass Agilität angesagt ist und sie deswegen auf den Zug aufspringen möchten. Welche Gefahren siehst du bei solchen Klienten?

Halina Maier: Agile Methoden sind Werkzeuge, die eingesetzt werden, um Menschen bei ihrer Arbeit in einem komplexen Umfeld zu unterstützen. Das Ergebnis der Arbeit ist in irgendeiner Form ein Mehrwert fürs Unternehmen: mehr Umsatz, bessere Informationen über Kunden und Markt oder neue Ideen zu Produkten. Menschen sind dabei das Wichtigste – sie leisten den Beitrag fürs Unternehmen. Und es ist die Aufgabe des Managements, sich Gedanken darüber zu machen, welche Werkzeuge und Strukturen die Menschen benötigen, um diesen Mehrwert zu erschaffen – und nicht: „welche Werkzeuge mag ich“ oder: „was hätten wir gerne Neues, Hippes im Unternehmen“.

Wenn ich agile Methoden einführe, nur weil ich agile Methoden mag, ohne mir Gedanken über die Menschen in meinem Unternehmen und ihre Aufgaben gemacht habe, handle ich schlicht und einfach unklug.

Viola Frankenberg: MegaPart ist bei der Suche nach Personal für besonders sorgfältige Auswahl und gute Passung bekannt. Inwiefern sollten sich die Anforderungen ändern, wenn ein Kandidat in einem agilen Vertriebsteam erfolgreich sein soll?

Halina Maier: Gar nicht. Das Beste an der Agilität ist, dass das System dem Menschen dient und nicht der Mensch dem System. Agile Strukturen im Vertrieb sind so konzipiert, dass sie jeden einzelnen fördern und fordern. Dabei leistet jeder Verkäufer seinen eigenen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und bringt seine Stärken ein. Agile Methoden helfen Menschen und passen sich Menschen an und nicht andersherum. Somit ist das Anforderungsprofil eines Verkäufers nach wie vor dasselbe.

Viola Frankenberg: Halina, ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast! MegaPart wünscht dir weiterhin viel Erfolg und Freude in deinen Projekten und als Autorin!


11. Jun 2018

Warum erfolgreiche Recruiter immer auch „Business-Versteher“ sind

Auf XING fand ich einen Hinweis auf einen interessanten Blogbeitrag mit dem Titel „Warum erfolgreiche Recruiter immer auch „Business-Versteher sind“ des Buchautors Frank Rechsteiner. „Endlich jemand, der sein Augenmerk auf eine ideale Interaktion zwischen Recruiting und Fachbereich legt, anstatt vor allem an der Kandidatenansprache zu feilen und immer neue Plattformen anzupreisen!“, dachte ich sofort.

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20. Mrz 2018

MegaPart gibt euch was auf die Ohren! Viola Frankenberg spricht im Radio über Highlights und Routine bei der Suche nach den Besten

Viola Frankenberg folgt der Einladung von Dana Diezemann in die Sendung „Talk mit Dana“. Es geht hauptsächlich um ihre berufliche Seite, aber auch darum, was die Privatperson Viola antreibt.

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04. Dez 2017

Interview mit Armin Schubert – „Agile (Lern-) Spiele“ bei der MegaPart GmbH in Durlach am 13.12.2017

Zur Einstimmung auf den Talk der Scrum User Group KA in unserem Hause freuen wir uns, euch Armin Schubert im Interview vorzustellen. Er berichtet von seinen Erfahrungen und verrät, worauf ihr euch als Teilgeber freuen dürft!

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16. Nov 2017

Ein Film mit Katharina – Teammitglied in unserer Wunderfabrik namens „Permanent Placement“

Im April 2017 stieß Katharina zu uns ins IT-Recruiting-Team. Seitdem entfaltet sie ihre Wirkung im Team „Permanent Placement“, der Vermittlung in Festanstellung bei unseren Kunden.

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05. Jul 2017

Vanessa macht in Richtung Erfolg keine Umwege

Unser Film stellt euch Vanessa vor, unsere Recruiterin und Partnermanagerin, die exakt weiß, wen sie für die IT-Projekte unserer Kunden sucht und diese Freelance-Experten zielsicher findet. Auch wenn das gewiss keine kleinen Herausforderungen sind, die sie meistert, strahlt sie dabei eine Leichtigkeit und eine Lebensfreude aus, dass man gar nicht anders kann, als sich von ihrer Energie anstecken zu lassen.

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09. Jun 2017

Unser Teammitglied Moritz im Video

 

Recruiting, Active Sourcing, Coaching, Wissensmanagement, Training, Weiterbildung und Organisationsentwicklung – das sind Moritz‘ Steckenpferde. Man merkt, da hat jemand gerne den Blick aufs Ganze und strebt nach stetiger Verbesserung. Dennoch kann sich Moritz auch in kniffelige Recruitingherausforderungen vertiefen und durch seine Beharrlichkeit eben doch den richtigen Menschen wie eine Nadel im Heuhaufen finden und begeistern. Moritz ist aus dem Recruitingteam nicht mehr wegzudenken – wir schätzen ihn für seine Erfolge und auch wegen seiner Impulse, seiner Fröhlichkeit und der Besonnenheit, die er ausstrahlt.

Mit Improvisationstheater vertraut, im mehrsprachigen Coaching geübt, engagierter Papa – da bringt ein Videodreh doch keinen Moritz aus Ruhe. Ganz im Gegenteil – er hatte sichtlich Spaß und hätte am liebsten doppelt so viele Fragen gestellt bekommen.

Wir wünschen Moritz weiterhin viel Erfolg und Freude im MegaPart-Team!

Viola Frankenberg

Teamleiterin Permanent Placement/ Marketing


09. Jun 2017

Unternehmenskommunikation im Härtefall – ein Minishitstorm rollt über MegaPart hinweg

Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit ist eine zentrale Aufgabe des Marketings und im Normalfall gut steuerbar. Daher ist man recht überrascht, wenn die Dinge auf Social Media Kanälen eine Eigendynamik entwickeln, die man eben nicht mehr gut im Griff hat. So durften wir kürzlich den Umgang mit einem kleinen aber feinen Shitstorm üben.

Zur Vorgeschichte: Als Personaldienstleister, unter anderem in der IT-Branche, arbeiten hier bei MegaPart Menschen, die täglich mit Informationstechnologie zu tun haben und sich vergleichsweise tief damit auskennen – so spiegelt man es uns in Gesprächen mit Freelancern und wechselinteressierten Festangestellten. Manche von uns sind selbst Entwickler, Tester, Scrum-Master und Ingenieure, manche tüfteln zu Hause an Handware herum – you name it.  Ich behaupte: Auch wir sind IT. Und was tut der ITler, wenn er sich für die Kernthemen in seinem Beruf begeistert? Er tummelt sich auf Workshops, Vorträgen, User Groups, BarCamps etc., findet dort neue Impulse, trägt mit eigenem Wissen oder Fragen bei und erweitert sein Netzwerk. So meldeten wir (Viola und Katharina von MegaPart) uns im März 2017 auf einem vielversprechenden lokalen offenen Event des Chaos Computer Clubs an, der Gulaschprogrammiernacht. Voller Vorfreude auf spannende Tage im Karlsruher ZKM mit Vorträgen und vielen Eindrücken taten wir auf Twitter unter dem MegaPart-Account kund, dass wir dabei sind und uns auf Gespräche freuen. Augenblicklich brach eine Welle der Ablehnung über uns herein, weil nun bekannt war, dass wir IT-Recruiter sind. Beispiele für Reaktionen auf Twitter:

Der raue Wind war gleichermaßen ein interessantes Social Media Phänomen, aber auch eine harsche Ablehnung des Berufsbildes des Recruiters oder des Personaldienstleisters an sich – ohne dass dies mit Erfahrungen mit MegaPart direkt verknüpft zu sein schien. Wir ritten die Empörungswelle bereitwillig – mit einem flauem Gefühl im Magen über so viel Antipathie für unsere Arbeit, die wir schätzen und der wir uns täglich mit Herzblut und Überzeugung widmen – so wie andere sich dem Schreiben von Code.

Rückblickend war es zwar nicht schön, aber wir sind aus heutiger Sicht dankbar für die Erfahrung und vor allem auch für unglaubliche Reichweite. So viel Aufmerksamkeit hätten wir durch einen einfachen Besuch der Gulaschprogrammiernacht nicht erreichen können. Einem Besuch, von dem wir übrigens unter den gegebenen Umständen absahen. Das virtuelle blaue Auge genügte uns…

Falls Ihnen einmal Ähnliches widerfahren sollte, oder falls Sie auch einfach nur interessiert sind, was in jenen Tagen geschah, stelle ich hier unsere Erfahrungen zusammen und leite daraus praktische Empfehlungen ab.

  • Bei uns startete der Storm abends und wir lasen und antworteten bis spät in die Nacht. Danke an Katharina, die den aufkommenden Sturm witterte und mich warnte! Ich empfehle Ihnen: Haben Sie im Blick, wie die Reaktionen auf Postings sind. Ein Warnsystem ist hier sehr hilfreich.
  • Reagieren Sie schnell, denn jetzt schaut man auf Sie. Auf den Social Media Kanälen erwartet man Ihre erste Antwort innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden. Hier bleibt keine Zeit zum Abstimmen oder Einholen von Ratschlägen.
  • Unsere Bühne hieß Twitter und daher ist es sinnvoll, genau dort zu reagieren und zwar in der Sprache des Gegenübers. Sich auf das Gegenüber einzuschwingen, bedeutet in dem Fall nicht, dass wir ebenso beleidigend und ausfallend reagieren – aber die Verwendung des Kraftausdrucks „Scheiß“, quasi als Zitat, gestattete ich mir, wie Sie unterhalb lesen können.

 

  • Bieten Sie Unterhaltungswert! Wir fühlten uns wie im Improvisationstheater: Plötzlich auf der Bühne, ohne Vorbereitung und alle schauen, wie wir nun reagieren. Im Kontrast zum Improtheater war jedoch die Grundstimmung negativ und angreifend. Was taten wir: Wir nutzten die Bühne und boten Unterhaltung. Kreative, humorvolle Antworten gaben wir in der Hoffnung, beim popcornessenden Publikum beliebter zu sein als der Angreifende. Nicht wegducken, nicht zurückschießen oder in die Defensive gehen – das möchte das Publikum nicht sehen. Stattdessen: Größe zeigen und nahbar sein.

 

 

 

 

  • Liefern Sie gute Argumente – aber eher subtil, ohne sich plump zu verteidigen oder gar das Gegenüber anzugreifen. Ich fühlte mich fast geehrt, dass man uns als lokale, mittelständische Firma zutraute, im Auftrage des Geheimdienstes tätig zu sein (siehe nachfolgender Tweet). Tatsächlich würde der Geheimdienst, nachdem das erste Gefühl der Ehre verflogen wäre, mit Sicherheit nicht unser Kunde werden. Und es wäre nicht der erste Kunde, bei dem wir uns gegen eine Zusammenarbeit entscheiden.

 

 

  • Nach ein bis zwei Wochen ist der Storm überstanden. Dann lohnt es sich, mal die nüchternen Zahlen zu betrachten. In unserem Fall waren das weit über 2300 Zuschauer des Spektakels und zahlreiche Webseitenbesucher – Menschen, die uns im Idealfall sogar in positiver Erinnerung behalten.
  • Lernen Sie aus dem Erlebten. Einen Shitstorm sollte keine Firma auf die leichte Schulter nehmen, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass Social Media Aktivitäten sogar Aktienkurse ins Wanken bringen können. Es ist auch nichts, womit man sich schmücken sollte. Sollte man wirklich einen Fehler begangen haben, sollte man sich im selben Medium zeitnah dafür entschuldigen. In unserem Fall war es keine Schmach und zum Glück entstand aus heutiger Sicht auch kein Schaden.
  • Gehen Sie offen mit dem Erlebten um und schämen Sie sich nicht. Eine Zensur löst vermutlich gleich die nächste Empörungswelle aus. Die Lösung sollte auch nicht lauten, in Zukunft auf den Social Media Kanälen übertrieben vorsichtig zu agieren. In einer Fehlerkultur, wie wir sie bei MegaPart leben, gehen wir offen mit dem Erlebten um – denn so können wir lernen. Außerdem ermuntert es Kollegen, ebenfalls in bester Absicht mutig für MegaPart zu agieren.

 

CCC-ler, die mal auf eine Tasse lokal gerösteten Kaffee bei uns in Durlach vorbei kommen und mit mir aufrichtig über den Nutzen und der Notwendigkeit von Recruiting in der IT Angesicht zu Angesicht plaudern möchten, dürfen sich gerne melden. Wenn das Gespräch den erhofften beidseitigen Erkenntnisgewinn mit sich bringt und entsprechend ein bisschen länger dauert, serviere ich auch gerne eine Portion vegetarisches Gulasch.

Viola Frankenberg

Teamleiterin Permanent Placement/ Marketing


19. Mai 2017

Mit Engineering-Sachverstand findet Ercan genau die Richtigen

Mit seinen umfassenden Engineering-/Automotive-Erfahrungen versteht er die Anforderungen in unseren Engineering-Projekten exakt – entsprechend genau erkennt er, wer hierfür die passenden Experten sind. Warum das so ist? Weil er die Seite gewechselt hat – früher war er derjenige, der die Projekte selbst beim Kunden umgesetzt hat. Apropos Experte – nebenbei bringt er uns als Bremer auch noch Hochdeutsch bei – besten Dank dafür!

 

Wir wünschen Ercan viel Erfolg im MegaPart-Team!

Viola Frankenberg

Teamleiterin Permanent Placement/ Marketing

 


10. Mai 2017

Spaß am Rande der Anwenderschulung

Wir lernen bei der Einführung unserer Software aus den Niederlanden anscheinend nicht nur deren Anwendung, sondern nebenbei auch noch die Sprache unseres Partners. Samy Badawi interviewt unseren Trainer Sverre van Straaten aus Delft/NL am Rande des Carerix User Trainings. Goed gedaan, Samy!